Archiv der Kategorie 'Kurzweil'

Neu am Horizont: Grenada Koalition


Possible at last: A hit from the bong!

Warum eigentlich nicht? Denn:

  • Rot-Rot-Grün erhält von allen Koalitionsoptionen die meiste Zustimmung. Geht nur eben rechnerisch nicht.
  • Martin Schulz hat in der Elefantenrunde bewiesen, dass er zum kämpferischen Vollblutpolitiker taugt. Wer anders zum Kuckuck sollte die Regierung führen?
  • Die FDP darf schampustrinkend digital durchstarten und kümmert sich um den Ausbau liberaler Freiheiten.
  • Die Linken sorgen für den linken Zusammenhalt der Gesellschaft.
  • Die Union kann sich im Bündnis mit der AfD endlich als konservative Partei profilieren und wieder wie einst unter Dregger und Strauß scharfzüngig ressentimentgeladene Opposition machen. Vielleicht finden sich dafür sogar ein paar rassige Weiber.
  • Stellt sich die Frage, ob die Grünen reif sind für die große sozial-libertäre Einheitspartei.

Das globale Flaggenarsenal muß ausgebaut werden und die Heraldik hinkt noch hinterher. So muß einstweilen ein kleiner Inselstaat als Namensgeber herhalten. Immerhin karibisch. Statt warm anziehen, Leute: Laßt die Hüllen fallen! Es lebe Grenada!

Edathy-Schock

Die Titanic berichtete zuerst – hier wird nachgelegt:

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Socken mit Karomustern

Simpel, aber gut gemacht. Da wird tief (v)erinnertes als archetypisches Familienidyll inszeniert, locker flockig flauschig, im vertrauten Pullunder-Design mit adretten Karokrägen, einer Vintage-Mischung aus Coco Chanel und Maria von Trapp, Meister-Propper-Soap und weißer Milch der Frühe; Dr. Oetker, Onkel Dittmeyer und Mr. Kellogs, der Erfinder des Antimasturbations-Brotes schweben als gute Geister, als Mütter-Versteher und Freunde artiger Kinder über der Szene, schnurpsen mit, crunchy-nuttig und albern und unter dem Tisch pendelt das blonde Bübchen mit den Beinen …

Scham müßte einen überkommen, dass man als annehmbar und immer noch (wieder?) zeitgemäß empfindet, was nur noch aus Nachkriegszitaten besteht: das Nichtentlassen-Wollen des Kindes aus dem Gefängnis unseres Gefühls für »es«, das Celebrieren des quietschenden Gesichtskrampfes im Angesicht seiner sheer cuteness.

Dies ist der Ausweg aus dem Suspense-Moment, der einen alten amerikanischen Spot zitiert, in denen Hausfrauen, die miterleben müssen, wie ihre kleinen Jungen an den Schwänzen spielen, für Augenblicke der Atem stockt, bis sie sich dafür entscheiden, darüber hinwegzusehen, es niedlich zu finden und den kids die Hosen stramm zu ziehen.

Unberechenbar ist die Welt geworden, lockt und droht ständig mit Neuerungen, fragmentiert uns – so zeichnen wir unser Selbst in abstrakten und gebrochenen Formen (die Form zeichnet uns aus), unsere Kind-Symbolisierung aber schreitet zurück zu Marcel Marlier oder den Ladybird-Books.

Die Pointe ist nicht die Auflösung in nichtsexuelles, es sei denn als das altbekannte Ärgernis der kritischen Theorie: dass uns der Fetisch Ware stets um den eigentlichen Genuß betrügt … die Pointe ist der Hinweis darauf, uns in eine hochnotpeinliche Lage verstrickt zu haben, die das suck‘it nur als ‚dreckige Phantasie‘ gelten lassen kann.

Wen interessieren schon Socken mit Karo-Mustern, die ausgezogen gehören.

Sweet Surrender


                      Was zaubert diesen Ausdruck in sein Gesicht?                           

Abzählreime für Pädos

eene meene karremann
war an’ner heißen sache dran
eene meene beier
kriegt sie an die eier
eene meene stasischäuble
zieh‘mer an gesetzesschräuble
eene meene vonderleyen
hörte schon die babies schreyen
eene meene tauss
… und du bist raus
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